Stille Nacht

1. Stille Nacht, heilige Nacht! Alles schläft, einsam wacht
nur das traute, hochheilige Paar. Holder Knabe im lockigen Haar,
schlaf in himmlischer Ruh, schlaf in himmlischer Ruh.

2. Stille Nacht, heilige Nacht! Hirten erst kundgemacht,
durch der Engel Halleluja tönt es laut von fern und nah:
Christ, der Retter, ist da, Christ, der Retter, ist da!

3. Stille Nacht, heilige Nacht! Gottes Sohn, o wie lacht
Lieb aus deinem göttlichen Mund, da uns schlägt die rettende Stund,
Christ, in deiner Geburt, Christ, in deiner Geburt.

Infos zum Lied

 

Dass am Heiligen Abend 1818 in der kleinen Kapelle St. Nicola in Oberndorf bei Salzburg ein „Wiegenlied für die Welt“ entstand, das heute UNESCO Kulturerbe ist, hätten der Priester Joseph Mohr und der Organist Franz Xaver Gruber sicher nicht gedacht. Für den Heiligen Abend wurde noch ein Lied gesucht – vielleicht, weil die Kirchenorgel kaputtgegangen war? Joseph Mohr bat Franz Xaver Gruber, eine Melodie zu seinem Gedicht „Stille Nacht“ zu komponieren und so entstand in wenigen Stunden im Weihnachtstrubel das Lied in einer Fassung für zwei Singstimmen und Gitarre, das in dieser Christnacht 1818 die beiden Verfasser der andächtig lauschenden Gemeinde vortrugen. Schnell wanderte das Lied mit fahrenden Händlern aus dem Zillertal zur Leipziger Messe, später an den Preußischen Hof und dann um die ganze Welt. Im Text und in der wiegenden Hirtenmelodie fängt es den Zauber der Heiligen Nacht ein, berührt und tröstet mit einem sehr romantischen Bild von der Christgeburt.